Turnierregeln

1. Allgemeine Regeln

  1. Der Turnierdirektor sowie das Floor-Personal werden alle Entscheidungen im Interesse der Spiele treffen und dabei die allgemeine Fairness als oberste Priorität behandeln. Ungewöhnliche Umstände können - in seltenen Fällen - dazu führen, dass Entscheidungen im Sinne der Fairness Vorrang vor der wortgenauen Einhaltung technischer Regeln haben. Die Entscheidungen des Turnierdirektors und/oder des Floor-Personals sind endgültig.

  2. Pflichten der Spieler - Von den Spielern wird erwartet, dass sie ihre Anmeldedaten und die Zuweisung des Sitzplatzes bestätigen, ihre Karten schützen, ihre Absichten klar äußern, den Spielverlauf verfolgen, handeln, wenn sie an der Reihe sind, ihr Recht zu handeln verteidigen, dafür sorgen, dass ihre Karten sichtbar sind, ihre Chips richtig stapeln, während einer laufenden Hand am Tisch bleiben, etwas sagen, wenn sie einen Fehler bemerken, beim Tischwechsel unnötige Verzögerungen vermeiden, die Regel "ein Spieler pro Hand" befolgen, die Regeln kennen und einhalten und generell zu einem ordnungsgemäßen Turnierverlauf beitragen.

  3. Offizielle Turnierpokerbegriffe - Offizielle Pokerbegriffe beim Setzen oder anderen Aktionen sind einfache, unmissverständliche, herkömmliche Aussagen, wie setzen (bet), erhöhen (raise), mitgehen (call), passen (fold), schieben (check), all-in, Pot (nur bei Pot Limit) und ergänzen. Regionale Begriffe erfüllen ggf. auch diese Anforderungen. Die Verwendung nicht standardmäßiger Sprache oder Gesten erfolgt auf eigenes Risiko, denn sie kann zu einer Entscheidung führen, die vom Spieler nicht beabsichtigt war. Die Spieler sind selbst dafür verantwortlich, ihre Absichten klar zu äußern.

  4. Elektronische Geräte - Zur Vermeidung von Missverständnissen sei hiermit ausdrücklich festgestellt, dass die Bezeichnung "Elektronisches Gerät" u. a. die folgenden Geräte umfasst, ob bekannt oder unbekannt. Elektronische Geräte dürfen zu keinem Zeitpunkt auf der Spielfläche platziert werden. Hierzu zählen alle Teile des Pokertisches. Spieler dürfen Gegenstände auf der Tischumrandung platzieren.

    1. Handys/Smartphones - Spieler dürfen am Tisch nicht telefonieren, egal ob sie an einer Hand beteiligt sind oder nicht. Zum Telefonieren müssen sie den Tisch verlassen.
    2. Smartphones, Tablets und Laptops - Spieler dürfen diese Geräte am Tisch nutzen (außer zu Telefongesprächen), jedoch nicht solange Sie an einer Hand beteiligt sind. Am Tisch dürfen Laptops nicht mit einer externen Stromquelle verbunden sein.
    3. Periscope, Twitch, usw. - Die Nutzung von Apps oder allen anderen Formen von sendefähigen Programmen zur Übertragung des Turniers ist nicht gestattet.
    4. Tragbare Aufnahmegeräte - Diese Geräte sowie die Nutzung von Aufnahmegeräten aller Art sind im Pokerraum nicht gestattet.
    5. An Fernsehtischen und am Finaltisch eines Main Events sind keine elektronischen Geräte erlaubt.
    6. Ablenkungen am Tisch - PSLive behält sich das Recht vor, die Nutzung jeglicher elektronischer Geräte oder anderer Gegenstände zu untersagen, wenn das Floor-Personal bestimmt, dass der Spielfluss dadurch verlangsamt wird oder die anderen Spieler am Tisch in anderer Hinsicht gestört werden. Spieler können den Dealer bitten, sich an das Floor-Personal zu wenden, wenn sie der Meinung sind, ein Spieler beeinträchtige den Spielablauf durch äußere Einflüsse, wie etwa Bücher, Zeitschriften oder elektronische Geräte.
  5. Aufteilen & Aufteilen von Preisen (Deal Making) - Deals sind in jedem Turnier grundsätzlich erlaubt, sofern sie nicht gegen örtliche Spielbestimmungen verstoßen. Jeder Deal wird den Medienvertretern mitgeteilt.

2. Platzvergabe im Turnier

  1. Platzvergabe/Stacks - Alle Plätze im Turnier werden nach dem Zufallsprinzip vergeben. Platzwechsel sind nicht gestattet. Die Turniermitarbeiter haben das Recht, die Sitzordnung zu ändern, um Spielern mit besonderen Bedürfnissen entgegenzukommen oder die Spielerzahl an den Tischen zu Beginn des Turniers auszugleichen. Spieler sind selbst dafür verantwortlich, die Richtigkeit ihres Anmeldebelegs zu überprüfen.

    1. Alternates (Nachrücker), und Re-Entrys erhalten den kompletten Anfangsstack. Sie werden platziert und übernehmen die Rechte und Pflichten jeder Position, außer zwischen Small Blind und Button.
    2. Gegebenenfalls werden die Stacks der Spieler, die ihre Tisch- und Platznummer entgegengenommen haben, ins Spiel gebracht, sobald alle gleich lautenden Platznummern entgegengenommen wurden.
      1. Ein Beispiel: Wird einem Spieler Tisch 4/Platz 8 zugewiesen, werden alle Stacks der Spieler auf den Plätzen Nr. 8 ins Spiel gebracht, sobald der letzte Platz 8 entgegengenommen wurde.
  2. Identitätsnachweis - Alle Spieler sind verpflichtet, sich beim Einnehmen ihrer Startplätze mit einem gültigen Lichtbildausweis zu identifizieren. Dies gilt auch für alle Spielwiederaufnahmen im Laufe eines PokerStars Live-Events. Jeder Spieler, der einen falschen Ausweis vorlegt, wird bestraft bis hin zur Disqualifikation vom Event.

  3. Rebuys - Spieler, die ein Rebuy durchführen möchten, können keine Hand auslassen. Kündigt ein Spieler vor einer neuen Hand an, ein Rebuy durchzuführen zu wollen, zählen die Chips bereits zu seinem Chipstack und er ist verpflichtet, das Rebuy durchzuführen.

  4. Tischauflösung - Die Regel zum Auflösen von Turniertischen tritt mit dem Ende der Anmeldung in Kraft. PokerStars Live hat das Recht, die Regeln zur Auflösung von Tischen zu ändern. Spieler, die von einem aufgelösten Tisch kommen, übernehmen auf ihrem neuen Platz die Rechte und Pflichten ihrer neuen Tischposition (Button, Small Blind, Big Blind). Der Spieler erhält keine Karten, wenn er zwischen Small Blind und Button Platz nimmt.

    1. Tische werden anhand des doppelten Zufallsprinzips aufgelöst. Die Plätze am Tisch (beginnend mit Platz 1) werden vom Dealer durch das "High Card"-Los vergeben. Das Floor-Personal mischt die Karten und teilt sie aus. Die Plätze werden anschließend im Uhrzeigersinn in der Reihenfolge der Kartenwerte vergeben.
  5. Tischausgleich - Das Spiel an einem Tisch, an dem sich mindestens drei Spieler weniger als am Tisch mit den meisten Spielern befinden, wird angehalten. Flop- und Mixed Games: Der Spieler, der in der nächsten Hand im Big Blind ist, verlässt den Tisch und erhält am neuen Tisch den Platz mit der schlechtesten Position. Die schlechteste Position ist keinesfalls der Small Blind. Ausschließlich in Stud-Turnieren wechseln die Spieler nach Position (der Spieler wechselt jeweils auf den letzten Platz, der am anderen Tisch freigeworden ist).

    1. In späteren Turnierabschnitten erfolgt der Tischausgleich im Ermessen des Turnierdirektors.

3. Vorgehen

  1. Button - Der Button wird zu Beginn des Turniers sowie bei Wiederaufnahme und am Finaltisch durch die Ziehung der höchsten Karte ermittelt. Diese Ziehung bestimmt die Button-Position für das gesamte Teilnehmerfeld eines Turniers.

    1. Dead Button - Alle Events werden mit einem sogenannten Dead Button gespielt. Von einem "Dead Button" spricht man, wenn der Button aufgrund des Ausscheidens eines Spielers oder das Hinzukommen eines neuen Spielers auf der Big Blind-Position nicht weitergeschoben wird.
    2. Heads-up Button - Im Heads-up ist der Small Blind immer in der Position des Buttons und startet die erste Aktion. Sobald es zu einer Heads-up-Situation kommt, muss der Button so positioniert werden, dass kein Spieler zweimal hintereinander den Big Blind setzen muss.
    3. Falscher Button - Wurde der Dealer Button falsch platziert und dies erst nach der maßgeblichen Aktion (eine komplette Einsatzrunde) bemerkt (Regel 29), wird das Spiel fortgesetzt und der Button im Uhrzeigersinn weitergeschoben. Wird die Fehlposition vor der maßgeblichen Aktion entdeckt, wird die Hand für ungültig erklärt und die Position des Buttons korrigiert.
  2. Chip Race - Beim Umtausch nicht mehr benötigter Chips von niedrigem Wert gegen Chips von höherem Wert (Colour-up), findet ein Chip Race statt, bei dem jeder Spieler maximal einen Chip erhält. Das "Chip Race" beginnt mit dem ersten Spieler links vom Dealer. Ein Spieler kann beim Chip Race nicht aus dem Turnier ausscheiden. Falls ein Spieler nach dem Race for Chips keinen Spielchip mehr haben sollte, erhält er einen Chip der kleinsten noch im Spiel verbliebenen Größe. Spieler, die nach einem Chip Race noch Chips mit einem geringeren Nennwert in ihrem Stack halten, verlieren diese Chips, sofern sie nicht den gleichen Wert haben wie ein noch im Spiel befindlicher Chip. Die Spieler sind aufgefordert, beim Chip Race persönlich anwesend zu sein.

  3. Colour-up nach eigenem Ermessen - Die Turniermitarbeiter können nach eigenem Ermessen zu jeder Zeit bei jedem Spieler ein Colour-up durchführen. Der Spieler hat das Recht, beim Colour-up persönlich anwesend zu sein. Das Colour-up nach eigenem Ermessen muss den Spielern angekündigt werden, damit sie dabei anwesend sein können, wenn sie möchten.

  4. Odd Chips - In Split Pot-Spielen erhält der Spieler mit der High Hand die Odd Chips (nicht teilbaren Chips). In Flop Games, in denen es zwei oder mehr High Hands bzw. zwei oder mehr Low Hands gibt, gehen die Odd Chips an ersten berechtigten Spieler links vom Dealer Button. In Stud Games gehen die Odd Chips an die High Card mit dem höchsten Farbenwert. Haben die Hände einen identischen Wert, wird der Pot so gleichmäßig wie möglich geteilt. In Omaha/Stud 8 or Better-Spielen wird der Pot bis zum Chip mit dem geringsten Wert im Spiel geteilt. Sollte am Ende des ersten Splits ein Odd Chip übrig bleiben, geht dieser an die High Hand. Sollte zusätzlich ein Odd Chip nach dem Split für die beste High oder Low Hand übrig bleiben, geht dieser an den Spieler in der schlechteren Position (d. h., an den Spieler, der am nächsten links vom Button sitzt). In Stud-Spielen geht der Odd Chip an die High Hand. In Fällen, in denen es einen geteilten High oder Low Pot gibt, geht der Odd Chip an die High Card mit dem höchsten Farbenwert.

  5. Sichtbare Karten, Chips und Chipstacks - Die Spieler müssen ihre Karten jederzeit für alle Spieler sichtbar halten. Die Spieler sollen imstande sein, die Chipstacks ihrer Gegner einschätzen zu können; deshalb sollten die Chips in übersichtlichen Stacks gestapelt sein. PokerStars Live empfiehlt, die Chips entsprechend der allgemeinen Norm als Vielfaches von 20 zu stapeln. Die Chips mit dem höchsten Wert müssen für alle Spieler jederzeit sichtbar sein.

    1. Die Spieler haben nur Anspruch darauf, den tatsächlichen Einsatz genau zählen zu lassen und erhalten nur dann eine genaue Zählung der Chips des Gegners, wenn dieser all-in ist.
  6. Chips transportieren - Chips müssen immer sichtbar in Chip-Tabletts transportiert werden. Ein Spieler darf seine Chips immer nur sichtbar aufbewahren oder transportieren. Wer gegen die Regel verstößt, kann seine Chips verlieren und disqualifiziert werden. Die eingezogenen Chips werden aus dem Turnier genommen.

  7. Neue Karten - Der Austausch des Kartendecks wird vom Dealer oder von PokerStars Live bestimmt. Spieler können nicht um einen Austausch des Kartendecks bitten.

  8. Gepasste Karten - Ein Blatt gilt als gepasst, sobald es mit dem "Muck" oder den Burn Cards, dem Board oder dem Stapel verdeckt liegender, vom Spieler oder vom Dealer abgelegter Karten, in Berührung kommt. Anwendung von Regel 1: Das Floor-Personal kann eine bereits abgelegte Hand wieder ins Spiel bringen, wenn es dafür einen wichtigen Grund gibt und wenn die korrekte Hand eindeutig wieder identifiziert werden kann. Wenn ein Spieler angesichts eines Einsatzes seine Karten mit einer eindeutigen Vorwärtsbewegung ablegt, gelten sie als gepasst. Die Entscheidung des Floor-Personals ist endgültig.

    1. Wenn ein Spieler sein Blatt ablegt, bevor er an der Reihe ist, ist dieser Schritt bindend, sofern die in Regel 27 beschriebenen Umstände erfüllt werden.
  9. Disputed und Killing Hands - Das Recht zur Anfechtung einer Hand erlischt mit dem Beginn einer neuen Hand. Eine neue Hand beginnt mit dem ersten Mischen der Spielkarten. Bei Verwendung einer Mischmaschine beginnt die Hand mit dem Betätigen des Misch-Button durch den Dealer.

    1. Killing Hands - Die Dealer dürfen keine Gewinnerhand einziehen, die bereits aufgedeckt wurde und offensichtlich eine Gewinnerhand war. Die Spieler sind aufgefordert, den Dealer beim Beurteilen aufgedeckter Hände zu unterstützen, falls sie der Meinung sind, dass ein Fehler gemacht wurde.
    2. Unprotected Hands - Zieht der Dealer eine ungeschützte Hand ein, hat der Spieler keinerlei Anspruch auf Wiedergutmachung und erhält seinen bisherigen Einsatz nicht zurück. Nur im Falle, dass ein Spieler selbst erhöht hat und noch kein anderer Spieler mitgegangen ist, erhält der Spieler seine Erhöhung zurück. Wurde das Raise jedoch gecallt, kann der Spieler aus dem Turnier ausscheiden.
  10. Side Pots - Alle Side Pots sind abgetrennte, separate Pots. Pots werden vor einer Teilung nicht miteinander vermischt. Die Spieler dürfen einen Pot in keinem Fall berühren.

  11. Calling for Clock - Sobald eine angemessene Zeitspanne vorüber ist, kann ein Spieler um ein Zeitlimit bitten. Nachdem das Floor-Personal den Antrag genehmigt hat, erhält der Spieler eine ganze Minute Zeit, um sein Aktion auszuführen. Diese Minute besteht aus einem Zeitlimit von 50 Sekunden. Falls der Spieler danach immer noch nicht gehandelt hat, folgt ein zehnsekündiger Countdown. Falls ein Spieler bis zum Ende des Countdowns nicht agiert hat, wird sein Blatt für ungültig erklärt. Die Turnier-Supervisor haben das Recht, die Zeit zu verkürzen, wenn sie der Meinung sind, der Spieler würde das Spiel absichtlich verzögern. Jeder Spieler, der das Spiel absichtlich verzögert, kann bestraft werden.

    1. In PokerStars Live-Turnieren mit Leveln von 20 Minuten oder weniger beträgt die Bedenkzeit 25 Sekunden zzgl. einem Countdown von fünf Sekunden.
    2. Falls der Countdown und die Entscheidung des Spielers gleich lange dauern, wird bis zur Überprüfung von Regel 1 üblicherweise zugunsten des Spielers entschieden.
  12. Spiel am Tagesende - Um Verzögerungen zu vermeiden, gelten für mehrtägige Turniere folgende Abläufe: Zwischen 15 und 5 Minuten vor Ende des letzten gespielten Levels stoppt der Turnierdirektor die Uhr. Ein Spieler zieht eine Karte zwischen drei und sieben, und das ist dann die Anzahl der an diesem Tag noch gespielten Hände. Der Turnierdirektor verkündet den Teilnehmern die Anzahl der noch zu spielenden Hände und an jedem Tisch wird diese Anzahl an Händen, ab dem nächsten Mischen oder Betätigen des Misch-Buttons, gespielt, bevor das Spiel an diesem Tag beendet wird.

  13. Hand-für-Hand-Spiel - Diese Regelung tritt in der Spätphase von Pokerturnieren vor dem Erreichen der Preisgeldplatzierungen ("Money Bubble") in Kraft. Kündigt der Turnierdirektor ein "Hand-für-Hand"-Spiel an, spielen alle Tische die aktuelle Hand zu Ende und unterbrechen anschließend. Sobald alle Tische die aktuelle Hand beendet haben, geben die Dealer eine neue Hand und warten an deren Ende erneut, bis alle Tische auch diese Hand beendet haben. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis durch das Ausscheiden eines oder mehrerer Spieler die Preisgeldränge erreicht sind.

    1. Gecalltes All-in - Wenn im Verlauf der "Hand-für-Hand"-Phase ein All-in angesagt und gecallt wird, stoppt der Dealer das Spiel an diesem Tisch und bittet gleichzeitig die Spieler, ihre Karten noch nicht aufzudecken. Der All-in-Tisch unterbricht sein Spiel solange, bis alle anderen Tische die aktuelle Hand beendet haben. Ist dies der Fall, begibt sich ein Turniermitarbeiter an den All-in-Tisch und fordert den Dealer auf, den Showdown zu fortzusetzen. Falls an mehreren Tischen ein All-in angesagt und gecallt wurde, wird das Spiel an all diesen Tischen unterbrochen. Nach Abschluss der aktuellen Hand beenden die All-in-Tische ihren Showdown einzeln nacheinander.
    2. Beenden zwei oder mehr Spieler das Turnier in derselben Hand an verschiedenen Tischen, teilen sich die Spieler den abschließenden Turnierplatz.
    3. Wenn zwei oder mehr Spieler in derselben Hand am selben Tisch ausscheiden, entscheidet die zu Anfang der Hand höhere Chipsumme über die Platzierung der Spieler im Turnier.

4. Action

  1. Neuer Turnier-Level - Wenn das Zeitlimit für eine Runde abgelaufen ist und vom Turnierpersonal eine neue Runde angesagt wird, gelten die neuen Limits für die nächste Hand. Eine neue Hand beginnt mit dem ersten Mischen der Spielkarten. Bei Verwendung einer Mischmaschine beginnt die Hand mit dem Betätigen des Misch-Buttons durch den Dealer.

  2. At Your Seat - Der Spieler muss seinen Platz am Tisch spätestens dann eingenommen haben, wenn der Dealer dem Button die letzte Karte gegeben hat, um an der Hand teilzunehmen. Sitzt der Spieler noch nicht auf seinem Platz, nachdem die Karten ausgeteilt wurden, nimmt der Dealer die Karten des Spielers sofort aus dem Spiel (in Stud Games nach der letzten aufgedeckten Karte der Third Street). Um Zeit beantragen zu können, muss der Spieler an seinem Platz sein. Als "At Your Seat" gilt, wer sich in Reichweite seines Sitzplatzes aufhält. Im Zweifelsfall ist die Entscheidung des Floor-Personals bindend.

    1. Stud Games - Die Stud-Regeln können von einem Spieler mit einer toten ("killed") Hand verlangen, dass er das Bring-in bezahlt und weitere Karten erhält. Diese Regel wird durchgesetzt.
  3. Ausstehende Action - Die Spieler müssen am Tisch bleiben, wenn sie noch als aktiver Spieler an einer laufenden Hand beteiligt sind. Dies gilt auch bei All-in. Wenn Sie all-in sind, sollten Sie am Tisch bleiben und sich nicht unter die Zuschauer mischen, im Raum herumlaufen, mit Medienvertretern sprechen o.ä. Verlässt ein Spieler den Tisch, solange er aktiv an einer Hand teilnimmt, kann dies eine Strafe nach sich ziehen.

  4. Raise Limit - In No Limit-Spielen gibt es kein "Cap", also keine Maximalzahl von Erhöhungen. In Limit-Events richtet sich die maximale Anzahl der Erhöhungen nach der Hausregel. Gibt es keine Hausregel, gilt ein Einsatz und drei Erhöhungen. Erreicht ein Turnier das Heads-up, ist die Anzahl der Erhöhungen unbegrenzt.

  5. String Bets - Der Dealer ist verantwortlich für das Erkennen sogenannter String Bets oder Raises (versteckte Einsätze oder Erhöhungen). Alle Spieler am Tisch sind aufgefordert, den Dealer bei der Identifikation einer String Bet oder eines String Raise zu unterstützen. Alle von einem Spieler gecallten String Bets und Raises müssen vom Floor-Personal bestätigt werden. Als String Bet bezeichnet man den Versuch, in mehreren Schritten zu setzen oder zu erhöhen. Eine String Bet liegt vor, wenn ein Spieler erst einen Teil seiner Chips setzt und einen Call vorgibt, um dann ohne Ansage weitere Chips für einen Einsatz oder ein Raise zu setzen, oder wenn er durch visuelle Täuschungen versucht, vor Ende seiner Aktion eine Reaktion seiner Mitspieler hervorzurufen.

  6. Substantial Action - Unter einer maßgeblichen Aktion versteht man entweder zwei Aktionen hintereinander, wobei bei mindestens einer Chips in den Pot gesetzt werden oder eine beliebige Kombination aus drei Aktionen hintereinander (check [schieben], bet [setzen], raise [erhöhen], call [mitgehen] oder fold [passen]).

  7. Verbale und physische Aktionen, wenn ein Spieler an der Reihe ist (einschließlich Undercalls) - Verbale Äußerungen des Spielers zu Einsätzen (wenn er an der Reihe ist) sind bindend. Alle Chips, die von einem Spieler in den Pot gesetzt werden, wenn er an der Reihe ist, bleiben im Pot. Die Spieler müssen zu jeder Zeit der Reihe nach agieren.

    1. Undercall - Bei einem Undercall (wenn man weniger als den aktuell zu callenden Betrag setzt) muss man den vollen Betrag für den Call setzen, wenn es sich in einer beliebigen Setzrunde um einen Multi-Way- oder Heads-up-Eröffnungseinsatz handelt. In allen Fällen liegt die Entscheidung im Ermessen des Turnierdirektors. Im Sinne dieser Regel ist der gesetzte Big Blind bei Blind-Spielen der Eröffnungseinsatz in der ersten Runde.
  8. Verbale und physische Aktionen, wenn ein Spieler nicht an der Reihe ist (einschließlich Undercalls) - Verbale Äußerungen des Spielers zu Einsätzen (wenn er an der Reihe ist) sind bindend. Alle Chips, die von einem Spieler in den Pot gesetzt werden, wenn er an der Reihe ist, bleiben im Pot. Die Spieler müssen zu jeder Zeit der Reihe nach agieren. Spieler, die absichtlich außer der Reihe agieren, um das Spiel zu beeinflussen, können bestraft werden. Aktionen (sowohl verbal als auch physisch) außer der Reihe können bindend sein, sofern sich im Verlauf der Hand die Action des Spiels nicht ändert. Mitgehen, Schieben oder Passen gilt nicht als Verlauf, der die Action des Spiels ändert. Wenn sich die Action ändert, wird der Einsatz außer der Reihe als nicht bindend betrachtet und an den entsprechenden Spieler retourniert. Der Spieler außer der Reihe erhält im Anschluss wieder alle seine Einsatzoptionen (mitgehen, passen, erhöhen).

    1. Hat ein Spieler erhöht und seine Hand ist "killed", bevor sein Raise gecallt wurde, darf der Spieler den Betrag der Erhöhung zurücknehmen, verliert jedoch die Summe des Calls.
  9. Akzeptierte Aktion - Der Spieler ist dafür verantwortlich, vor einem Call den vom Gegner gesetzten Betrag zu bestimmen, und zwar unabhängig davon, was von anderen Spielern angegeben wird. Wenn ein callender Spieler das Zählen des Einsatzes verlangt und vom Dealer oder einem anderen Spieler eine falsche Information erhält und diesen Betrag dann setzt, akzeptiert er damit die komplette korrekte Handlung und unterliegt dem korrekten Einsatz oder All-in-Betrag. Wie bei allen Turniersituationen gilt Regel 1 nach Ermessen des Turnierdirektors.

  10. Oversized Chips - Wenn kein Raise angesagt wurde, gilt ein "Oversized Chip" - also ein Chip, der einen größeren Wert hat, als dies für einen Call erforderlich wäre - nicht als Raise, sondern als Call. Wenn ein Spieler einen Oversized Chip in den Pot wirft und ein Raise ansagt, allerdings nicht die Höhe des Raise bekannt gibt, hat das Raise eine Höhe des erlaubten Maximums bis zum Wert des betreffenden Chips. Wenn mit einem Oversized Chip ein Raise ausgeführt werden soll, muss dies immer angesagt werden, bevor der Chip die Oberfläche des Tisches berührt. Nach dem Flop wird ein Einsatz mit einem Oversized Chip ohne Ansage immer als Einsatz in der vollen Höhe seines Wertes gerechnet.

  11. Multiple Chips - Sofern nicht zuvor eine Erhöhung angesagt wurde, gelten bei der Reaktion auf einen Einsatz mehrere Chips gleichen Werts als Call, falls durch das Entfernen eines dieser Chips der erforderliche Call-Betrag unterschritten würde. Ein Beispiel mit Blinds von 200/400: Setzt Spieler A 1.200 (ein Raise von 800) und Spieler B legt zwei Chips à 1.000 in den Pot, ohne ein Raise anzusagen, gilt dieser Einsatz als Call. Hätte Spieler B vier Chips à 500 gesetzt, wäre dies ein Raise auf 2000 (weitere 800).

  12. Erhöhen - Der Spieler ist dafür verantwortlich, bei einer Erhöhung seine Absichten klar zu äußern. Die Spieler werden dringend dazu aufgefordert, ihren genauen Einsatz oder ihr Raise deutlich anzusagen. In No Limit- oder Pot Limit-Spielen muss ...

    1. - bei einem Raise der volle Betrag in einem Zug gesetzt werden.
    2. - zuerst der volle Betrag angesagt und anschließend in den Pot gelegt werden.
    3. - das "Raise" angesagt werden, dann der Betrag für den Call in den Pot gesetzt werden und danach - um den Zug zu komplettieren - der Betrag der Erhöhung in einer Summe in den Pot gelegt werden.
  13. Half-Bet Raising - Erhöht ein Spieler den vorangegangenen Einsatz um die Hälfte oder mehr, jedoch weniger als es die minimale Erhöhung vorschreibt, wird er aufgefordert, das komplette Raise zu zahlen, sodass er die kleinstmögliche Erhöhung erreicht. Erhöht ein Spieler den vorangegangenen Einsatz um weniger als die Hälfte, ohne sein Raise anzusagen, wird er aufgefordert, den vorangegangenen Einsatz zu callen.

  14. All-in-Raise - Nach einem All-in mit einem geringeren Betrag als ein komplettes Raise kann der vorherige setzende Spieler das Setzen nicht wieder aufnehmen.

  15. All-in mit verdeckten Chips - Ein erklärtes All-in verpflichtet den Spieler, seinen gesamten Stack in den Pot zu legen, einschließlich aller verdeckten Chips. Jedoch darf der All-in-Spieler nicht von verdeckten Chips profitieren.

    1. Ein Beispiel - Spieler A geht mit 21.000 All-in und Spieler B callt mit einem Stack von 100.000. Während er seine Chips in die Mitte schiebt, verdeckt Spieler A zwei Chips à 1.000 mit seinem Arm. Wenn Spieler A den Pot gewinnt, erhält er nur 21.000 an Chips. Scheidet er mit dieser Hand aus dem Turnier aus, erhält sein Gegner den gesamten Stack, also 23.000.
    2. Ausnahme - Spieler A geht mit 50.000 All-in und Spieler B callt mit einem Stack von 55.000. Während er seine Chips in die Mitte schiebt, verdeckt Spieler A einen Chip à 10.000 mit seinem Arm. Wenn Spieler A den Pot gewinnt, erhält er nur 50.000 an Chips. Verliert er den Pot, erhält sein Gegner die gesamten 55.000 und verdoppelt.

5. Showdown

  1. Mündliche Aussagen - Die Karten sprechen für sich und bestimmen den Gewinner einer Hand. Mündliche Aussagen zu den Karten eines Spielers sind nicht bindend, jedoch kann das Turnierpersonal nach eigenem Ermessen absichtliche Falschansagen mit einer Strafe belegen.

  2. All-in Showdown - Sobald ein Spieler all-in ist und alle Einsätze getätigt wurden, werden alle Karten aufgedeckt. Wirft ein Spieler seine Hand versehentlich ab, bevor die Karten aufgedeckt wurden, hat das Turnierpersonal das Recht, die Karten wieder ins Spiel zu bringen, sofern sie eindeutig identifiziert werden können. Spieler, die ihre Karten in einer All-in-Situation absichtlich abwerfen, können bestraft werden.

    1. Side Action - Wenn mehrere Spieler mit einem All-in-Spieler um den Hauptpot spielen, sind alle Spieler, die im Showdown um den Nebenpot spielen, verpflichtet, ihre Karten ebenfalls zu zeigen. Wenn ein All-in-Spieler um den Hauptpot spielt, darf kein Nebenpot-Spieler beim River-Showdown seine Karten passen. Der Dealer ist angewiesen, alle Hände aufzudecken. Die Hände sind so weiterhin in der Lage, am Pot teilzuhaben.
  3. Showdown - Am Ende der Action muss der Spieler, der den letzten Einsatz gemacht hat, als Erster seine Karten zeigen - die anderen Spieler folgen im Uhrzeigersinn. Wenn auf der letzten Street kein Einsatz getätigt wurde, muss der Spieler, der als erster in dieser Runde agieren hätte müssen, seine Karten vorzeigen (d. h., der Spieler links vom Button bei Flop-Spielen, High Hand bei Stud usw.) 

    1. Spieler dürfen sich der Reihe nach weigern, ihre Karten zu zeigen, jedoch verlieren sie durch das Passen der Hand ihren Anspruch auf den Pot.
    2. Im Falle, dass Spieler sich weigern ihre Hand zu zeigen und passen, tritt Regel 53 in Kraft.
  4. Winning Hand - Um den Pot zu gewinnen, muss der Spieler alle Karten aufdecken. Dies schließt das Board mit ein. Ist nur ein Spieler am Ende übrig, muss er seine Karten zum Erhalt des Pots nicht zeigen. Ein Beispiel: Spieler B setzt auf dem River und Spieler A callt. Daraufhin wirft Spieler B ab und Spieler A bleibt als einziger aktiver Spieler in der Hand. Spieler A gewinnt den Pot, ohne seine Hand zeigen zu müssen.

    1. Tabled Hand - Eine "Tabled Hand" liegt dann vor, wenn alle Karten aufgedeckt auf dem Tisch liegen. Das kurze Zeigen der Karten, ein Hochhalten oder ähnliches gilt nicht als Tabled Hand. Hände werden nicht gewertet und können den Pot nicht gewinnen, solange sie nicht auf dem Tisch liegen.
    2. Refusal to Show - Verweigert ein Spieler das Zeigen aller Karten, kann der Dealer die übrigen Karten nicht einfach aufdecken, sondern muss das Floor-Personal rufen. Das Floor-Personal fordert den Spieler auf, seine Karten zu zeigen. Zeigt er sie nicht, werden sie gepasst. Hat der Spieler seine Karten nach einem Countdown von fünf Sekunden immer noch nicht aufgedeckt, erklärt das Floor-Personal seine Hand für "tot" und verhängt eine Strafe gegen ihn wegen Spielverzögerung. Die anderen Spieler am Tisch dürfen die Karten des Spielers nicht aufdecken. Geschieht dies dennoch, gilt die aufgedeckte Hand als live. Der Spieler jedoch, der die Karten unerlaubter Weise aufdeckte, wird wegen Verstoß gegen die Turnier-Etikette bestraft.
  5. Showing the Winner - Jeder Spieler, der aktiv den Showdown erreicht, kann darum bitten, die Karten jedes anderen Spielers zu sehen. Haben Spieler ihre Karten bereits abgeworfen, haben sie kein Anrecht darauf, die Karten anderer Spieler zu sehen. Alle von den Showdown-Spielern angefragten Hände werden offengelegt und können noch am Pot teilhaben. Spieler, die es nicht bis in den Showdown schaffen, haben kein Recht, das Zeigen anderer Karten einzufordern.

    1. Gibt es eine berechtigte Annahme hinsichtlich unerlaubter Absprachen zwischen mehreren Spielern, können die Spieler vom Dealer verlangen, die betreffenden Karten zur Seite zu legen und das Floor-Personal bitten, die Hand zu prüfen.

6. Strafen und Spieler-Etikette

  1. Disclosure - Spieler sind verpflichtet, andere Spieler im selben Turnier zu jedem Zeitpunkt zu schützen. Aus diesem Grund dürfen die Spieler (ob in der Hand aktiv oder nicht) keinesfalls ...

    1. - aktive oder gepasste Hände offenlegen.
    2. - Ratschläge geben oder Kritik üben, bevor die Aktion beendet wurde.
    3. - eine Hand kommentieren, die nicht offenliegt.
    4. - eine Hand oder Strategie mit einem Zuschauer diskutieren.
    5. - Rücksprache halten mit einem außenstehenden Ansprechpartner.
    6. Es gilt die "One-player-to-a-hand"-Regel (Ein Spieler pro Blatt).
  2. TV-Tische und Hole Cards - Spieler, die an einem Turnier teilnehmen, das vom Fernsehen aufgezeichnet wird, sind verpflichtet, mit dem Fernsehmitarbeitern zu kooperieren. Dazu zählt das Zeigen der Hole Cards (Handkarten) für die Tischkamera. Ein Nichtbefolgen kann bestraft werden.

  3. Exposed Cards - Zeigt ein Spieler seine Karten, während noch Aktionen am Tisch stattfinden, kann dies eine Strafe nach sich ziehen. Alle Spieler am Tisch haben das Recht, gezeigte Karten zu sehen.

    1. Exposing and Mucking - Spieler, die ihre Karten einem anderen Spieler zeigen, der bereits gepasst hat, und danach selbst passen, können bestraft werden. Spieler, die wiederholt gegen diese Regel verstoßen, werden bestraft.
  4. Collusion - Poker ist ein individuelles Spiel. Soft Play, "Chip Dumping" (freiwilliges Verlieren von Chips) und Absprachen, die Spieler vor dem Ausscheiden auf der "Bubble" (die Position vor Erreichen des Preisgelds oder des Finaltischs) bewahren (z.B. durch ein kontinuierliches Passen des Big Blind auf der Bubble), sind verboten und werden bestraft.

  5. Verstöße gegen die Etikette - Wiederholte Verstöße gegen die Etikette werden von Turniermitarbeitern mit Strafen belegt. Dazu zählen - jedoch nicht ausschließlich - das unnötige Berühren der Karten oder der Chips anderer Spieler, Spielverzögerungen, wiederholtes Agieren außer der Reihe, das unruhige Spielen mit den eigenen Chips (Splashing), absichtliches Setzen außerhalb der Reichweite des Dealers oder übermäßiges Reden. Außerdem werden bestraft: ausgelassenes, theatralisches Feiern, unangemessenes Verhalten sowie physische Aktivitäten wie Gesten oder Gebaren. Zu den Verstößen zählen ferner beleidigende Aussagen über den Spielstil anderer Spieler und/oder das Beschimpfen anderer Spieler wegen deren Spielweise im Turnier.

  6. Foul Language - Das Beleidigen anderer Spieler, der Turniermitarbeiter, des Personals am Veranstaltungsort und anderer Mitarbeiter wird nicht toleriert werden. Unflätige, obszöne oder beleidigende Äußerungen gegen einen Spieler oder einen Mitarbeiter können bestraft werden. Wiederholte indirekte unflätige, obszöne oder beleidigende Äußerungen werden ebenfalls bestraft.

  7. Alle Turnierteilnehmer müssen sich für die Dauer des Events in allen Turnierbereichen höflich und anständig benehmen. Jeder Teilnehmer, der ein unangemessenes Verhalten gegenüber einem anderen Teilnehmer bemerkt, sollte dies sofort einem Turniermitarbeiter melden. Dazu gehören unter anderem Spieler, deren persönliche Hygiene oder Gesundheitszustand die anderen Spieler an den Tischen beeinträchtigt. Die Entscheidung darüber, inwieweit die persönliche Hygiene oder Gesundheit eines Einzelnen andere Spieler beeinträchtigt, trifft das Turnier-Personal. Mögliche Sanktionen gegenüber einem Spieler, der sich weigert, die Situation in befriedigender Art und Weise zu verändern, bestimmt PokerStars Live.

  8. PokerStars Live und/oder der Turnierdirektor oder die Turniermitarbeiter können jede Handlung bestrafen, die nach ihrem eigenen und ausschließlichen Ermessen gegen die offiziellen Regeln und besten Interessen des Events verstößt.

  9. Strafen - PokerStars Live und/oder der Turnierdirektor oder die Turniermitarbeiter können nach ihrem eigenen und ausschließlichen Ermessen Strafen (wie unten angegeben) verhängen, beginnend mit mündlichen Verwarnungen bis hin zur Disqualifikation und dem Ausschluss von allen PokerStars Live-Events. Strafen werden verhängt für Soft Play, beleidigendes oder störendes Verhalten. Eine Strafe kann ausgesprochen werden, wenn ein Spieler eine Karte vom Tisch wirft, er seine Karten so heftig abwirft, dass sie aufgedeckt werden, wiederholt langsam agiert, gegen die "One-player-to-a-hand"-Regel verstößt sowie in ähnlichen Fällen. Das Beleidigen anderer Spieler, der Turniermitarbeiter, des Personals am Veranstaltungsort und anderer Mitarbeiter wird nicht geduldet.

    1. Mögliche Strafen beinhalten - aber nicht ausschließlich - mündliche Verwarnungen, ein- oder mehrfache Handstrafen, einfache oder mehrfache Orbit-Strafen (die Orbit-Strafe bedeutet, dass der Spieler pro Spieler an seinem Tisch eine Hand aussetzen muss - 6 Spieler am Tisch = 6 Hände aussetzen), Dead (ungültige) Hand, Ausscheiden aus dem Event, Disqualifikation vom Event (inklusive des Verlustes aller gewonnenen Preise), Ausschluss vom Event sowie Ausschluss von allen Events des Turnier-Sponsors.
    2. Escalation - Die zu verhängenden Strafen müssen nicht immer dem Ausmaß des Verstoßes entsprechen. Die Turniermitarbeiter können einen Spieler auch nach einem einzigen Regelverstoß von entsprechendem Ausmaß disqualifizieren. Die Spieler sollten wissen, dass alle unter Strafe stehenden Aktionen auch bei ihrem ersten Auffallen eine große Palette an Disziplinarmaßnahmen zulassen.
    3. Missed Hand/Orbit Penalty - Der Spieler muss den Tisch für eine oder mehrere Hände oder für einen oder mehrere Orbits verlassen. Die Hand, die ein Spieler aussetzen muss, zählt als ein Teil der Runde. Spieler, die mit einer Hand/Orbit-Strafe gleich welcher Länge belegt werden, müssen für die Dauer ihrer Strafe den ausgewiesenen Turnierbereich verlassen. Der Dealer muss das Floor-Personal davon unterrichten, wann der bestrafte Spieler an seinen Platz zurückkehren darf.
    4. Zeitliches Übertragen der Strafe - Alle Strafen eines Spielers werden zeitlich übertragen ("Penalties Move"). Das bedeutet: Wenn Spieler A eine zweifache Orbit-Strafe erhält (16 Hände) und wegen des Endes des Turniertages nur fünf Hände aussetzen kann, verbüßt er den Rest seiner Strafe zu Beginn des darauf folgenden Turniertags. Dies gilt auch beim Auflösen von Tischen, Platzveränderungen usw.
    5. Elimination Penalty - Spieler, die vom Event ausgeschlossen werden, beenden das Turnier mit der Platzierung entsprechend ihres Ausschlusses.
      1. Ein Beispiel: Bei noch 15 Spielern im Turnier (bei 100 Preisgeldplatzierungen) wird Spieler A vom Turnier und dem Kasino ausgeschlossen. Die Chips des Spielers werden aus dem Turnier genommen und er beendet das Event auf Rang 15.
    6. Disqualifikationsstrafe - Im Falle einer Disqualifikation werden die Chips des betroffenen Spielers eingezogen, sein Buy-in bleibt Teil des Preispools und er hat kein Anrecht auf irgendein Preisgeld. Der disqualifizierte Spieler muss den Turnierbereich unverzüglich verlassen.
  10. Turniereigentum - PokerStars Live-Turnierchips haben keinen finanziellen Gegenwert und sind ausschließliches Eigentum von PokerStars Live. Sie dürfen weder aus den Turnierbereichen noch aus dem für sie vorgesehenen Event entfernt werden. Spieler, die Chips von einem in ein anderes Event mitnehmen oder an einen anderen Spieler übergeben, werden bestraft, bis hin zur Disqualifikation und dem Ausschluss von allen PokerStars Live-Events.

  11. Offizielle Sprache: Hinsichtlich der Events in New Jersey durch Amaya US wird die Regel, dass ausschließlich Englisch erlaubt ist, während des Spiels an allen Tischen durchgesetzt. Verstöße gegen diese Regel können eine Strafe inklusive einer Disqualifikation nach sich ziehen.

  12. Recht auf Abbruch: PokerStars Live, gemeinsam mit dem veranstaltenden Casino, in dem das Event stattfindet, behält sich das Recht vor, jegliches Event oder Turnier nach unserem alleinigen und uneingeschränkten Ermessen abzubrechen oder zu ändern.